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1. Dezember 2016

Case Study: Mobile Workflows in der Cloud mit Movilizer

Mit Movilizer können Unternehmen in kurzer Zeit mobile Anwendungen entwickeln, die auf bestehenden Geschäftsdaten aufbauen. Dabei muss Movilizer nicht unbedingt an ein komplexes System wie beispielsweise SAP angebunden sein. In diesem Blogpost stellen wir einen Prototypen vor, der zeigt, wie sich mit Hilfe des Movilizer .NET Connectors und Azure ein leichtgewichtiges System für mobile Workflows bereitstellen lässt.


Als Beispielszenario verwenden wir eine einfache Checkliste. Darin markieren die Benutzer auf ihren mobilen Geräten eine Reihe von Punkten mit „OK“ oder „Nicht OK“. Außerdem können sie gegebenenfalls einen Kommentar ergänzen. Als Programmiersprache kommt C# zum Einsatz.

Die Grundlage: Workflow Foundation, Azure und der Movilizer .NET Connector

Workflows

Workflows sind digitale Modelle von Geschäftsprozessen. Diese liegen in einer Form vor, die von einem IT-System verarbeitet werden kann. Üblicherweise lassen sich Workflows auch ohne Programmierkenntnisse grafisch modellieren, etwa als Flowchart aus Aktivitäten, Ereignissen und Verzweigungen. Gemäß dem Referenzmodell für Business Process Management Systeme der Workflow Management Coalition werden diese dann von einer Execution Engine ausgewertet. Eine solche Execution Engine ist mit der Workflow Foundation (WF) beispielsweise in neueren Versionen von Microsofts .NET Framework enthalten. Daher ist sie auf fast allen Windows-Rechnern verfügbar. Darüber hinaus lässt sie sich sehr schnell an die eigenen Anforderungen anpassen.

Azure-Cloud

Microsofts Cloudplattform Azure dient als Host für den Prototypen. Diesen können wir dort mit geringem Zeit- und Kostenaufwand deployen und direkt einsetzen, ohne die entsprechende Hard- und Software selbst verwalten zu müssen. Auch hier ist die Verwendung der Workflow Foundation von Vorteil, weil alle dazu nötigen Bibliotheken bereits verfügbar sind.

Movilizer .NET Connector

Der Movilizer .NET Connector dient als Bindeglied zwischen der Workflow-Anwendung auf Azure und Movilizer. Mit seiner Hilfe können wir anhand der Daten unseres Workflows Formulare erzeugen. Anschließend senden wir diese in Form sogenannter Movelets an mobile Geräte verschicken. Die Eingaben des Benutzers gelangen schließlich über den Connector zurück in unsere Anwendung. Hierbei verwenden wir eine eigene Version des Connectors, die uns eine hohe Flexibilität erlaubt.

Die Anwendung

Um aus einem Workflow, der in der Cloud betrieben wird, Movelets an mobile Geräte zu versenden und deren Daten wieder empfangen zu können, entwickeln wir eine Anwendung. Diese besteht aus verschiedenen Teilen:

  • Der Workflow, der aus den Rohdaten für die Checkliste ein Movelet erzeugt, versendet, die ausgefüllte Liste empfängt und schließlich verarbeitet. Dazu erweitern wir die Workflow Foundation um spezielle Aktivitäten.
  • Eine Administrationsoberfläche, über die der Workflow gesteuert und das Ergebnis betrachtet werden kann.
  • Ein Datenstransferservice, der das Movelet des Workflows an Movilizer weiterreicht. Außerdem lädt er die Daten von Movilizer herunter und gibt sie zurück an den Workflow.
  • Der .NET Connector, der die Funktionalität zur Kommunikation mit Movilizer über .NET für die anderen Teile des Systems bereitstellt.

Und so wirken die verschiedenen Komponenten zusammen: Wie beschrieben dient Azure als Plattform zum Betreiben der Anwendung. Die Administrationsoberfläche läuft dort als ASP.NET-Seite innerhalb eines App Service.

Movilizer Workflow Admin-Seite

Durch Eingabe einer Handynummer wird der Workflow gestartet. Der wurde zuvor in Visual Studio grafisch modelliert:

Movilizer Workflow

Zunächst lädt der Workflow alle nötigen Daten. Danach erstellt und versendet er mit eigens entwickelten Aktivitäten das Movelet, indem er es an den Datentransferservice übergibt. Hierbei laufen sowohl der Workflow, als auch der Datentransferservice als Dienste auf Azure. Hat der Workflow das Movelet übergeben, wird er pausiert, bis die ausgefüllte Checkliste eintrifft. In dieser Zeit wird sein Status in einer Microsoft SQL Datenbank abgelegt, die ebenfalls auf Azure gehostet ist. Der Benutzer sieht nun das Movelet auf seinem Gerät:

Movilizer Workflow Checkliste

Hat er die Checkliste ausgefüllt, werden die Daten wiederum zunächst vom Datentransferservice empfangen. Er sucht dazu den passenden Workflow aus der Datenbank, weckt ihn auf und gibt ihm die neuen Daten. Das Ergebnis wird schließlich auf der Administrationsoberfläche angezeigt:

Movilizer Workflow Admin-Seite

Zusammenfassung

Dieses Beispiel demonstriert, wie flexibel Movilizer in verschiedenen Situationen eingesetzt werden kann – in diesem Fall für die schnelle Entwicklung eines Prototypen, der Geschäftsprozesse mit mobilen Geräten verknüpft. Sie kennen weitere Anwendungsfälle oder interessieren sich für Movilizer? Dann lassen Sie es uns wissen! Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

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