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3. Januar 2017

Ausblick auf SAP Business ByDesign in 2017

Am 13.12.2016 fand in Walldorf das letzte Arbeitskreistreffen des Jahres statt. Neben der Möglichkeit für die Teilnehmer Feedback zu SAP Business ByDesign direkt bei der SAP Produktentwicklung zu platzieren wurde auch ein Ausblick auf 2017 gegeben. Rainer Zinow und seine Kollegen informierten die Teilnehmer über aktuelle Strategien und Planungen.


English Version of the blog post is available here.

Lizenzmodell

Neuer SCM User

Aufgrund des wiederholten Feedbacks, dass das jetzige Lizenz Modell für SAP Business ByDesign zu starr sei, wurde in Kooperation zwischen dem DSAG Arbeitskreises, ausgewählten Kunden und der SAP an Ideen gearbeitet, um dieses weiter zu lockern (der mittlerweile bekannte Usertyp für Projektleiter ist ebenfalls so entstanden).

Die Resultate aus diesen Diskussionen sind noch nicht endgültig. Jedoch zeichnet es sich ab, dass es im Bereich der Produktionsmitarbeiter/-planer einen ähnlichen Usertyp wie für Projektleiter geben soll. Ein Preis hierfür wurde noch nicht genannt. Er soll aber die Lücke zwischen dem derzeit teuersten SCM User und dem SCM Self-Service User schließen.

Nutzungsabhängiges Modell

Im Bereich des Lizenzmodells gibt es auch Überlegungen/Bestrebungen Seitens SAP dem derzeitigen Named-User Konzept eine nutzungsabhängige Komponente hinzuzufügen. Hintergrund sind erstens die steigende Zahl an Partnerentwicklungen, für die derzeit nur ein Standard-Self-Service User notwendig ist und Integrationen in Fremdsysteme von wo aus oft größere Datenmengen nach SAP Business ByDesign importiert werden (bspw. Webshop).

In beiden Fällen stehen aus Sicht der SAP die notwendigen Ressourcen zum Betreiben der Systeme nicht im Verhältnis zum Lizenzpreis. Der Kunde nutzt in diesen Fällen das System wesentlich intensiver, wie es anhand der lizenzierten Benutzeranzahl zu erwarten wäre. Ein hierzu gestartetes internes Projekt zur Findung eines geeigneten Rahmens ist noch im Gange. Rainer Zinow versichert jedoch, dass diese Komponente nur einen sehr geringen Teil der Kunden treffen würde, der Großteil würde davon unberührt bleiben.

Archivierung von Daten in SAP Business ByDesign

Derzeit gibt es noch keine Archivierungsfunktionalität für ältere Daten in SAP Business ByDesign. Das heißt, alle Daten bleiben auf unbegrenzte Zeit in einer Datenbank und für den Echtzeitzugriff verfügbar. Derzeit stellt dies kein Problem dar und generell ist der Speicher auch nicht besonders teuer. Die Frage ist aber natürlich, wie ersteres in 5-10 Jahren aussieht. Die SAP ist daher dabei erste Ideen zu entwickeln, wie alte Daten für Kunden archiviert werden könnten. Natürlich spielen hier neben den gesetzlichen Aufbewahrungspflichten auch Kundenansprüche, wie bspw. das Reporting eine Rolle.

Im Rahmen des Arbeitskreistreffens wurde in einer Diskussionsrunde über dieses Thema gesprochen. Generell sah jedoch keiner der Anwesenden ein Problem darin, wenn Teile der Daten (unter Berücksichtigung der Gesetzgebung) in Zukunft nicht mehr für den Echtzeitzugriff verfügbar wären, sondern nur noch in einem sogenannten Archiv.

Customer Incident Management für Partner

In einer der nächsten System Versionen wird es eine Möglichkeit für Partner geben, Vorfälle von Kunden zu bearbeiten und auch nochmals an den Kunden zurück zusenden. Hintergrund ist der wachsende Markt an Partnerentwicklungen. Daher möchte SAP den Partnern/Kunden die Möglichkeit bieten, dass diese ihre Vorfälle nicht nur direkt an SAP, sondern auch an einen Partner senden können. Dies ist vor allem dann von Bedeutung, wenn eine vom Partner entwickelte Erweiterung betroffen ist.

Das sogenannte Customer Incident Management für Partner ist damit eine neue, weitere Möglichkeit neben den bereits verfügbaren Central Helpdesk Szenarien (CHD – Weiterleitung von Vorfällen in ein zentrales Kunden-/Partnersystem).

Produktentwicklung und Strategie

Einen sehr positiven Punkt, den Rainer Zinow gleich zu Beginn mitgeteilt hat ist, dass sich das Budget zur Weiterentwicklung des Systems verdoppeln wird. Primäres Ziel ist nun, dass die neuen Ressourcen schnellst möglich aufgebaut werden.

Technologie

Für 2017 stehen nach dem Umzug auf HANA nun drei Themen ganz oben auf der Liste:

  • Umstellung auf HTML 5
  • Kontinuierliche Performance Verbesserung
  • Rückbau des Indizierungsdienstes TREX

Der Umzug auf HTML 5 ist ja bereits in Gange, was sich seit dem Release 1611 nun auch jeder Kunde auf seinem Produktivsystem ansehen kann. Hier ist aber noch nicht alles funktionsfähig, sodass SAP noch einiges vor sich hat, bis voraussichtlich Ende 2017 alle Oberflächen im neuen HTML5 Layout erscheinen. Bis dahin werden von Release zu Release weitere Oberflächen an den Kunden ausgerollt.

Mehr zu diesem Thema gibt es hier zu lesen:

https://blogs.sap.com/2016/12/07/sap-business-bydesign-html5-ui-16.11-access-and-availability/

Das zweite Technologiethema ist die Verbesserung der Performance. Hier scheiden sich natürlich die Geister darüber, was eigentlich performant ist. Einen guten Beitrag zu diesem Thema bzw. konkret zur Performance von SAP Business ByDesign gibt es hier zu lesen und zu sehen:

https://blogs.sap.com/2016/09/30/performance-of-sap-business-bydesign/

An dieser Stelle ist es jedoch so, dass SAP neben den immer wieder kleineren Verbesserungen vor allem das Thema größere Objekte und Abhängigkeiten von Objekten angehen will. Generell kann es dabei sein, dass sehr große Datenmengen zur Laufzeit verarbeitet werden müssen, was sich natürlich in diesen Fällen dann durch längere Ladezeiten bemerkbar macht.

Als drittes Thema steht, nach dem Umzug auf HANA (letzte Systeme sollen bis 31.12.2016 portiert sein), der Rückbau des Indizierungsdienstes TREX an, der noch in Teilen aufgrund der alten MaxDB Datenbank vorhanden ist. Das heißt hier wird in Zukunft mehr und mehr auf Core-Funktionalität der HANA Datenbank zurückgegriffen werden.

Funktionalität

Zurückblickend betrachtet stand 2016 schon sehr stark im Schatten der Projektdienstleisterfunktionalität, was wahrscheinlich nicht zu letzt den beiden großen und namhaften Kunden wie Roland Berger und Anderen geschuldet ist. Diese Verbesserungen waren aber notwendig und auch sinnvoll, ist diese Zielgruppe ja auch eine der Wichtigsten.

Im Jahr 2017 sind hier natürlich weitere Funktionalitäten geplant, aber es stehen auch wieder drei weitere Punkte auf der Agenda:

  • Integration in SAP ERP System für Tochtergesellschaften
  • Öffentlicher Sektor in den USA
  • Weitere Landesversionen / Weiterentwicklung Bestehender

Neben diesen Schwerpunktthemen wird es natürlich auch in anderen Bereichen weitere Funktionalitäten geben.

Ideas Place

Gut und passend zum vorherigen Abschnitt und dem Punkt wie ein Kunde und Partner die Roadmap/Produktentwicklung beeinflussen kann, wurde auch angekündigt, dass für den Ideas Place wieder mehr Personal Seitens SAP zur Verfügung gestellt wurde. Leider wurde dieser Ort über die vergangenen zwei Jahre hinweg vernachlässigt. Nicht etwa bzgl. Lieferung von dort gewünschter Funktionalität, das ist nämlich passiert, sondern diese Lieferungen wurden nicht nachgetragen und generell wurde auch nicht auf die Qualität der Einträge geachtet. In Folge dessen verlor der Ideas Place immer mehr an Ansehen bei Kunden und Partnern.

SAP investiert hier nun nochmals bewusst. Erste Aufräumaktivitäten sind bereits angelaufen und 2017 rückt der Ideas Place, als der zentrale Punkt für Kundenfeedback und Vorschläge für neue Funktionalität, wieder in den Fokus (https://ideas.sap.com/SAPByDesign).

Weiterführende Informationen zu SAP Business ByDesign

 

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