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11. August 2017
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Perspektivwechsel: Paul Pelke – vom Hotel in den Ausbildungsberuf zum Fachinformatiker

Der August steht bei uns ganz im Zeichen unserer Azubis. Doch was genau haben Schlappen damit zu tun? Die Auflösung folgt auf dem Fuße…


In diesem Monat dreht sich bei Data One alles um unsere Azubis. So mischen sie auch fleißig in unseren sozialen Medien mit, sei es auf Facebook, Twitter oder eben auch auf unserem Data One Blog. Ziel der Aktion: einen Einblick in die Ausbildungsberufe und das Arbeiten bei Data One zu geben.

Einer davon ist Paul: bekannt für seine Schlappen (in denen er auch mal ganz gerne an unseren Servern rumwerkelt) und für seinen spannenden beruflichen Werdegang, der ihn von Berlin ins schönste Bundesland der Welt geführt hat. Wir haben im Interview nachgefragt, wie er nicht nur den Weg zu uns ins Saarland und sondern vor allem auch den richtigen Ausbildungsberuf gefunden hat.

 

Von der Hauptstadt ins schönste Bundesland der Welt – Was hat dich ins Saarland geführt?

Im Winter 2011 zog ich nach Berlin und begann im August 2012 meine Ausbildung zum Hotelfachmann in einem Hotel in Berlin Mitte. Diese Ausbildung konnte ich dank meinem Abitur verkürzen, sodass ich im Januar 2015 meine Abschlussprüfung schrieb. Mit dem Bestehen dieser Prüfung war meine Ausbildung am nächsten Tag beendet und ich wurde übernommen. Nach einem Jahr als Festangestellter habe ich feststellen müssen, dass mir dieser Beruf keine große Freude im Leben bereitet und ich etwas Neues brauche. Glücklicherweise bekam meine Freundin im September 2016 eine nachträgliche Zusage für einen Ausbildungsplatz als Physiotherapeutin in Lebach. Ab diesem Zeitpunkt stand für mich fest, Berlin zu verlassen und im Saarland ein neues Leben aufzubauen. Dort begann ich meine zweite Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration bei der Data One. Diese werde ich voraussichtlich im August 2018 abschließen.

Wie hast du deine erste Ausbildung zum Hotelfachmann erlebt? Was hat dich dazu bewogen, neue Wege einzuschlagen?

Erst einmal angekommen in Berlin brauchte ich natürlich Geld. Ein Job musste her. Anfangs habe ich im Hotel einen Minijob gefunden. So konnte ich mir Miete und Unterhalt leisten. Eine Ausbildung zum Hotelfachmann stand bis dato nie auf meinem Plan. Eines Tages bot mir meine Chefin eine Ausbildung an. Da ich noch keine absolviert habe und das Gehalt beinahe dasselbe war, habe ich sie angenommen. Anfangs war es auch sehr spaßig, denn es gab viel zu lernen und ich konnte mein offenes Wesen ausleben. In meiner Ausbildung zum Hotelfachmann habe ich mir in der Berufsschule sehr viel an Fachwissen aneignen können. Die Lehrer waren stets bemüht uns möglichst viel beizubringen und für die Abschlussprüfung vorzubereiten. Dank der Berliner Mentalität hatten wir sehr viel Spaß in der Schule und waren gerne dort. Die Lehrer waren alle stets höflich. Sie legten viel Wert darauf, dass alle mitarbeiten und keiner im Lernstoff hinterherhinkte. Ich habe viele schöne Erinnerungen an die Berufsschulzeit. Im Betrieb gab es immer viel zu tun, der Beruf als Hotelfachmann ist sehr hektisch und in meinen Augen ein wenig undankbar. Einer der Gründe, warum ich mich für eine neue Ausbildung entschieden habe. Wie hier im Saarland gab es einen Ausbildungsrahmenplan. Der Betrieb versuchte diesen mit mir zu durchlaufen, um mir möglichst viel beizubringen. Ich vermute, dass in anderen Hotels auch mehr Wert daraufgelegt wird, die verschiedenen Abteilungen eines Hotels durchlaufen zu können (Housekeeping, Food & Beverage, Human Resources, Rezeption, usw.). In meiner Hotelkette waren meine Möglichkeiten, die Abteilung zu wechseln sehr begrenzt. Während meiner Ausbildung war ich überwiegend an der Rezeption und trug die Verantwortung für bis zu 300 Gäste. Wir sollten alle anreisenden Gäste empfangen und für deren Wohl Sorge tragen. Bis zum Frühstück waren ab der Spätschicht tatsächlich selten mehr als zwei Mitarbeiter in diesem Hotel. Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, dass es manchmal drunter und drüber ging. Für diesen Job muss man definitiv geschaffen und motiviert sein. Eine starke, menschenfreundliche und offene Persönlichkeit wird euch voranbringen.

Wie gefällt dir deine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration?

Meine Ausbildung hier im Saarland läuft im Vergleich zu Berlin quasi genau spiegelverkehrt ab. Die Data One legt sehr viel Wert darauf, den Auszubildenden möglichst viel beizubringen. Es existiert ein Rahmenplan, an den sich gehalten wird. Ich durchlaufe alle Abteilungen in unserem Unternehmen und bekomme sehr viel beigebracht. Die Inhalte meiner Ausbildung und der Abschlussprüfung lehrt mir überwiegend mein Betrieb. Es herrscht eine entspannte und sehr familiäre Atmosphäre zwischen allen Kollegen. Die Teamgemeinschaft wird stark gefördert. Man selbst wird als einzelnes Individuum geschätzt und respektiert. In der Berufsschule ist man stets bemüht den Schülern all das bieten zu können, was in der Ausbildung gelehrt werden muss. Doch mache ich mir keine großen Sorgen, meine Abschlussprüfung zu bestehen, denn mein Betrieb ist in dieser Hinsicht außerordentlich engagiert. Ich genieße es sehr meinen Arbeitsalltag frei gestalten zu können und so meine ganz eigenen Ergebnisse vorweisen zu können. An PCs zu schrauben war immer schon meine Leidenschaft und mein privates Hobby. Glücklicherweise konnte ich dieses Hobby zu meinem Beruf machen. Als Kompetenz in diesen Beruf solltet ihr Leidenschaft für Technik und die Gabe des logischen Denkens mitbringen. Da die Technik stets im Wandel ist, hilft es euch zudem neugierig und wissenshungrig bleiben.

Du konntest bis jetzt in zwei ganz unterschiedliche Ausbildungsberufe hinein schnuppern. Wem würdest du welches Berufsfeld empfehlen?

Eine Ausbildung im Hotelfachgewerbe würde ich persönlich nur Menschen empfehlen, die wirklich Lust darauf haben diesen Job zu erlernen. Zudem sollte man eine sehr starke Persönlichkeit und kein Problem damit haben, offen auf Menschen zuzugehen. Weiterhin ist zu erwähnen, dass es von großem Vorteil ist, keinen festen Schlafrhythmus zu haben. Denn gearbeitet wird im Schichtmodell.
Eine Ausbildung zum Fachmann für Systemintegration würde ich einem größeren Spektrum an Menschen empfehlen. Hier zählen vor allem Fachwissen und Kompetenz. Zudem solltet ihr wie schon erwähnt neugierig und wissenshungrig bleiben, denn die Technik ist stets im Wandel. Als Systemintegrator wird man sich ein Leben lang weiterbilden müssen, um auf dem neusten Stand der Technik bleiben zu können. Man schaue sich nur einmal die rasante IT Entwicklung in den letzten 30 Jahren an.

Seit einem Jahr hast du nun nicht nur einen neuen Ausbildungsberuf, sondern auch einen neuen Arbeitgeber und Wohnort. Rückblickend die richtige Entscheidung?

Abschließend möchte ich sagen, dass ich die Ausbildung bei der Data One sehr genieße. Das hat zum einen damit zu tun, dass man in diesem Job nicht das Gefühl vermittelt bekommt „austauschbar“ zu sein, zum anderen weil ich mich überaus wohl bei der Data One fühle und mich jeden Tag aufs Neue auf meine Kollegen freue. Mein neuer Ausbildungsberuf ist gleichzeitig mein Hobby und macht mir überordentlich viel Spaß. Das Leben im Saarland hat mir bislang wirklich sehr gut getan. Es ist nicht so hektisch wie in Berlin und die Menschen sind sehr höflich. In Lebach habe ich einen schönen ruhigen Platz zum Leben und Entschleunigung gefunden.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Unterschiede einer Ausbildung verschaffen und freue mich auf euer Feedback. Solltet ihr weitere Fragen haben oder etwas genauer wissen wollen, nutzt das gerne das Kommentarfeld!

 

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