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HR-Buzzword: Candidate Experience

HR-Buzzword: Candidate Experience

Gute Talente ins Unternehmen zu bringen und vor Allem langfristig zu halten, wird immer wichtiger! Eine Nichteinstellung von Kandidaten, weil diese wegen einer negativen Candidate Experience lieber zu einem Mitbewerber gehen, wirkt sich negativ auf Ihr Unternehmen aus und zieht unter Umständen sogar weite Kreise! Erfahren Sie im folgenden Blogbeitrag, was sich hinter dem Trendwort versteckt und wie Unternehmen, als auch Bewerber von einer positiv gestalteten Candidate Experience profitieren können.

Was bedeutet Candidate Experience und warum ist eine positive Candidate Experience so wichtig?

Der Begriff “Candidate Experience” bedeutet übersetzt “Kandidatenerfahrung”. Es handelt sich hierbei also um Erfahrungen und Wahrnehmungen, die ein Bewerber oder Mitarbeiter im künftigen oder gegenwärtigen Unternehmen sammelt. Das Ziel einer positiven Candidate Experience ist es, als Arbeitgeber affirmative Eindrücke und Wahrnehmungen für Kandidaten zu schaffen, um sich dadurch von anderen Unternehmen abzuheben. Dies bringt gleich mehrere Vorteile mit sich: Zum einen brechen Kandidaten ihr Bewerbungsverfahren seltener ab und tragen positive Empfehlungen an Dritte weiter. Zum anderen wirkt sich eine gute Candidate Experience positiv auf das Image des gesamten Unternehmens als Arbeitgeber aus und stärkt das Employer Branding bedeutend.

Hört sich super an, doch was muss man bei der Umsetzung beachten?

Es gibt viele Kontaktpunkte zwischen Kandidaten und Unternehmen. Dabei lässt sich Candidate Experience in sechs Phasen unterteilen, wobei jede dieser Phasen durch mindestens ein SAP SuccessFactors Modul unterstützt wird.

 

Candidate Experience

Recruiting

Man sagt bekanntlich „der erste Eindruck zählt“, und genau das ist in der ersten Phase der Fall. Hier dreht sich alles um das Thema Anziehung. Der Bewerber wird im besten Fall durch eine hochwertige Stellenanzeige oder Karriereseite auf Ihr Unternehmen aufmerksam. Content, Transparenz und Einfachheit sind hier die drei Schlagwörter, die man unbedingt beachten sollte! Eine Karriere- oder Stellenanzeige sollte folglich alle relevanten Inhalte in einer übersichtlichen und ansprechenden Form darstellen. Der Bewerber entscheidet nämlich in dieser Phase, ob er das Unternehmen positiv wahrnimmt und es als lohnenswert empfindet, den nächsten Schritt einzuleiten: sich weiter zu informieren.

In der zweiten Phase informiert sich der Bewerber dann über das Unternehmen. Dies tut er meistens über mehrere Kanäle. Hier ist es besonders wichtig online vertreten zu sein, da eine gute Online-Präsenz heutzutage von den meisten Bewerbern vorausgesetzt wird. Außerdem sollten die Informationen durch das Recruiting attraktiv und verständlich gestaltet sein, um den potenziellen Mitarbeiter final von sich zu überzeugen.

In der dritten Phase ist der Bewerber bereits überzeugt und es kommt zur Bewerbung. Hier gilt es den Prozess für den potenziellen Mitarbeiter so angenehm wie möglich zu gestalten. Einfache Bewerbungsabläufe, schnelle Rückmeldungen und schlanke Prozesse sind dabei sehr wichtig. Vor allem Geschwindigkeit spielt hier eine große Rolle, denn Bewerber neigen dazu, bei langen Wartezeiten den Bewerbungsprozess abzubrechen. Daher ist eine allgemeine Softwareunterstützung heute fast unumgänglich. Als Personal Management Software kann SAP SuccessFactors mit dem Modul Recruiting HR-Prozesse im Unternehmen unterstützten. HR-Abteilungen können mit dieser Unterstützung Bewerbungsprozesse automatisieren, Stellenangebote anhand von Qualifikationsprofilen schneller erstellen und persönliche Rückmeldung geben. Somit kann die externe, als auch interne Kommunikation dank der Software optimiert werden. Durch die Automatisierung der Prozesse werden administrative Aufwände im Bereich HR konsequent reduziert und Kosten eingespart. Außerdem profitieren auch Führungskräfte, da sie durch bereits erstellte Stellenprofile die freie Stelle zügig neu besetzen können.

Aber nicht nur der Prozess der Bewerbung wird durch das Recruiting unterstützt, sondern auch die vierte Phase, die sogenannte Auswahlphase. Bei dieser Phase sind gut strukturierte Vorstellungsgespräche das „A und O“. Besonders wichtig ist die Qualität des Bewerbungsgesprächs und ein persönlicher, immer gleichbleibender Ansprechpartner.

Onboarding

Nach der Auswahlphase folgt die Einstellung des Mitarbeiters, also das sogenannte Onboarding. In dieser Phase wird der Bewerber zu einem Mitarbeiter, weswegen wir hier nicht mehr von Candidate Experience sprechen, sondern von Employee Experience (Mitarbeitererfahrung). Ihr Bewerber sollte also nicht nur im Bewerbungs- und Auswahlprozess positive Erfahrungen sammeln, sondern auch noch als Mitarbeiter. Ein gutes Onboarding kann zudem die Fluktuation im ersten Jahr stark verringern, weswegen ein reibungsloses Onboarding des Mitarbeiters essentiell ist.

Learning

In der letzten Phase ist der Mitarbeiter endgültig fester Bestandteil des Unternehmens. Hier wird besonderen Wert auf die Bindung des Mitarbeiters an das Unternehmen gelegt. Es steht die Wahrnehmung des Arbeitsalltags und die Mitarbeiterzufriedenheit im Fokus. Dabei spielen Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten eine fundamentale Rolle. Denn ein Mitarbeiter will sich schließlich weiterentwickeln und seine Ziele, bestenfalls in Ihrem Unternehmen, verwirklichen. Das Modul Learning macht es Unternehmen deswegen heute schon möglich, Mitarbeitern virtuelle Lehrangebote zur Verfügung zu stellen. Diese Lehrangebote sind für Mitarbeiter orts- und zeitunabhängig verfügbar, wodurch ein flexibles Lernen möglich ist. Zudem können auch Präsenz und Online Trainings verwaltet werden. Bildung wird also leicht gemacht.

Nachfolge- und Entwicklungsplanung (Succession & Development)

Um langfristige Motivation und Mitarbeiterzufriedenheit zu erreichen, müssen Mitarbeitern persönliche Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Das Modul Succession & Development unterstützt dies, indem es Karrierepfade transparent aufzeigt und somit die Identifikation des Mitarbeiters mit dem Unternehmen stärkt. Ferner helfen individuell formulierte Entwicklungspläne das Engagement der Mitarbeiter zu stärken. Werden keine Entwicklungspläne formuliert, kommt es oft zur Mitarbeiterfluktuation, wodurch meistens wichtiges Know-How verloren geht. Um die formulierten Pläne auch zu realisieren, zeigt das Modul Kompetenzlücken der Mitarbeiter auf, welche anschließend durch zugeschnittene Lernaktivitäten geschlossen werden.

Stammdatenverwaltung (Employee Central)

Das Modul Employee Central dient der allgemeinen Stammdatenverwaltung und ist mit verschiedenen Funktionen ausgestattet. Zum Beispiel können Planstellen durch das Modul als vakant gekennzeichnet werden, wodurch das Recruiting diese als Basis für Stellenanzeigen nutzen kann. Doch was genau trägt Employee Central zu einer positiven Employee Experience bei?

Der Mitarbeiter ist durch das Modul nicht mehr auf Kollegen oder Vorgesetzte Ihres Unternehmens angewiesen, er kann nämlich jederzeit seine personenbezogenen Daten einsehen, Kontaktdaten pflegen und Urlaubs- sowie Abwesenheitsanträge via Self-Service stellen. Aber nicht nur Mitarbeiter, sondern auch Manager haben direkten Zugriff auf Mitarbeiterdaten, wie zum Beispiel Geburtstage oder Betriebsjubiläen. Darüber hinaus können Manager die vom Mitarbeiter angelegte Zeiterfassung mobil bearbeiten. Durch den Self-Service des Mitarbeiters profitiert auch die HR-Abteilung, da weniger Mitarbeiterstammdaten gepflegt werden müssen. Eine einsehbare Historie ermöglicht zudem einen guten Überblick über die Mitarbeiterdaten. Employee Central ermöglicht also einen Self-Service, welcher administrative und alltägliche Aufgaben für alle Prozessbeteiligten einfacher macht. Somit können sich Prozessbeteiligte mehr auf ihre Kernaufgaben konzentrieren.

Fazit Candidate & Employee Experience

Die SAP SuccessFactors Module Recruiting, Onboarding, Learning, Compensation, Succession & Development und Employee Central unterstützen die sechs Phasen der Candidate und Employee Experience. Dabei stehen die Bedürfnisse des Bewerbers und späteren Mitarbeiters, egal in welchem Tätigkeitsbereich, im Vordergrund. Durch den zunehmenden Wettbewerb um Fachkräfte am Arbeitsmarkt wird Candidate und Employee Experience außerdem immer wichtiger. Eine positive Candidate und Employee Experience stellt zudem einen Mehrwehrt für die Arbeitgeberseite, aber auch die Arbeitnehmerseite dar. Denn permanent zufriedene und motivierte Bewerber sowie Mitarbeiter sind ein grundlegender Faktor für einen langfristigen Unternehmenserfolg.

 

Sie möchten gerne mehr zum Thema erfahren? Unsere Fachexpertin Marion Rauber steht Ihnen jederzeit beratend zur Seite!

 

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